Sonntag, 4. Oktober 2026, 11:00 Uhr

Philharmonie Essen

Akkordeon virtuos

Julius Schepansky, Akkordeon
Mathis Stier, Fagott

Werke von Johann Sebastian Bach, Domenico Scarlatti, Igor Strawinsky, Lepo Sumera, Ole Schmidt und Wolfgang Jacobi

Spätestens seit dem Essener Festival akkordeonherbst im letzten Jahr dürfte es sich herumgesprochen haben, dass das Instrument des Jahres 2026 auch Klassik kann. Hier beweist es Julius Schepansky, den sein Musikstudium bis nach Kopenhagen und Montreal geführt hat. Auf dem Programm stehen Preziosen des Barock sowie reizvolle zeitgenössische Originalliteratur. In Igor Strawinskys „Feuervogel“-Suite nimmt es das Akkordeon sogar mit einem großen Orchester auf.

Julius Schemapsky

ist ein in Montréal ansässiger Solist mit umfangreicher internationaler Konzerttätigkeit. Sein stilistisch breit gefächertes Repertoire umfasst Werke vom Barock über die Frühklassik und Klassik bis hin zu akustischen und elektroakustischen Auftragskompositionen. Er konzertierte in bedeutenden Konzerthäusern wie dem MÜPA Budapest, dem Wiener Konzerthaus, dem Konserthuset Stockholm und L’Auditori Barcelona. Darüber hinaus war er bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr und dem Heidelberger Frühling zu Gast. Live-Mitschnitte und Rundfunkproduktionen seiner Konzerte wurden vom Bayerischen,Westdeutschen und Norddeutschen Rundfunk sowie weiteren europäischenRundfunkanstalten ausgestrahlt.

Als profilierter Kammermusiker arbeitet Schepansky regelmäßig mit dem Fagottisten Mathis Stier zusammen. Zu den jüngeren Höhepunkten zählen ein Solorezital im Rahmen des Alcides-Lanza-Gedenkkonzerts an der McGillUniversity, Konzerte mit dem Dirigenten James Kahane und dem Hamilton Philharmonic Orchestra sowie mit dem Nouvel Ensemble Moderne in Montréal unter der Leitung von Jean-Michaël Lavoie. Als engagierter Interpret zeitgenössischer Musik vergab Schepansky Kompositionsaufträge an internationale Komponistinnen und Komponisten aus Deutschland, Sri Lanka und Kanada. In den kommenden Spielzeiten stehen mehrere Ur- und Erstaufführungen beiderseits des Atlantiks an, darunter fünf Premieren in einem Programm beim University of Toronto New Music Festival 2027 sowie sein Solodebüt in der Philharmonie Essen im Oktober 2026.

Schepansky ist Preisträger des Nachwuchsförderpreises NRW, Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs sowie der Université de Montréal. Sein Masterstudium schloss er mit Auszeichnung ab; sein Abschlusskonzert wurde vom Juryvorsitzenden Jonathan Goldman als „außerordentlich“ gewürdigt. Neben seiner Tätigkeit als klassischer Interpret ist er auch als Jazzpianist und Komponist aktiv und setzt seine Ausbildung bei dem in New York ansässigen Pianisten Glenn Zaleski fort. Seine künstlerischen Interessen erstrecken sich von Progressive Jazz und freier Improvisation über die Arbeit an Faksimile-Handschriften von Johann Sebastian Bach, Domenico Scarlatti und Carl Philipp Emanuel Bach bis hin zur historisch informierten Aufführungspraxis in Zusammenarbeit mit dem Cembalisten Boyd McDonald.

Derzeit absolviert Julius Schepansky das Doktoratsstudium im Fach Performance an der Université de Montréal in der Klasse von Joseph Petric. Er studierte zudem bei Claudia Buder, Mie Miki und Geir Draugsvoll.

Eintrittspreis für das Konzert: 
25 €

Programm